Norbert Kemper ist tot. Der langjährige Erste Bevollmächtigte der IG Metall Gummersbach erlag am Samstag im Alter von 64 Jahren den Folgen einer Krebserkrankung.

„Mit Bestürzung haben wir vom Tod Norbert Kempers erfahren“, so Susanne Maaß, Vorsitzende der SPD Reichshof und stellvertretende Vorsitzende der SPD Oberberg. „Mit Norbert verliert die oberbergische SPD einen Diplomaten, Gewerkschaftler, Kämpfer und Mann mit christlicher Grundüberzeugung, der fest zu seinen Überzeugungen und sozialdemokratischen Werten stand und auch schon mal den Finger in die offene Wunde legte. Norbert wird uns stets in ehrenden Gedanken verbleiben“.

Norbert Kemper

Norbert Kemper

„Gewerkschaftsarbeit ist für mich gelebte Demokratie“, sagte der Sozialdemokrat, als er 2007 für 25-jährige Gewerkschaftsarbeit geehrt wurde.

Bereits als junger Dreher bei der Firma Berges hatte er sich für die Belegschaft eingesetzt. Über eine Zwischenstation kam Kemper 1988 zur IG Metall, wurde 1995 zunächst Zweiter Bevollmächtigter und stand von 2000 bis 2011 an der Spitze der Gewerkschaft. Mit 58 Jahren verabschiedete er sich auf ärztlichen Rat in den Ruhestand ­ der nicht wirklich einer war. Kemper arbeitete in seiner Freizeit weiterhin für Gerechtigkeit, unter anderem im Bergneustädter Verein für soziale Dienste und bis zuletzt als 2. Vorsitzender der Marienheider Arbeiterwohlfahrt.

 

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