Schulpflegschaftsvorsitzende und SPD Ratsmitglied, Anja Theis, würdigte die Leiterin der Gesamtschule Reichshof, Barbara Horvay, für ihre geleistete Arbeit.

Kölnische Rundschau vom 31.01.2018 (von Michael Fiedler-Heinen; Bild: N. Kleinjung)

Eigentlich wollte sie noch gar nicht aufhören. Nicht jetzt. „Das Schuljahr hätte ich sehr gerne zu Ende gebracht“, sagt Barbara Horvay. Doch dagegen standen die 66 Jahre, die sie nun alt ist, weshalb sie, aus beamtenrechtlichen Gründen, ihren Ruhestand bereits mit dem heutigen Tag, dem Ende des Schulhalbjahres, antreten muss.

Sehr zum Bedauern der Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Reichshof, ihres 105-köpfigen Kollegiums und auch vieler in der Schule engagierter Eltern, die ihr anlässlich der kurzfristig anberaumten Verabschiedung eine hohes Maß an Wertschätzung und Sympathie entgegenbrachten.

Weil die Aula der Gesamtschule baurechtlich noch nicht abgenommen ist, hatte die Gemeinde als Schulträger kurzerhand den Ratssaal für den Festakt zur Verfügung gestellt, während im Foyer der Mensaverein ein Büfett mit allen kulinarischen Schikanen für die rund 100 geladenen Gäste auf die Tabletts gezaubert hatte.

Anja Theis, SPD Ratsmitglied und Schulpflegschaftsvorsitzende der Gesamtschule Reichshof

Anja Theis, SPD Ratsmitglied und Schulpflegschaftsvorsitzende der Gesamtschule Reichshof

Barbara Horvay, die dreieinhalb Jahre lang die Gesamtschule Reichshof geführt und den von ihrem Vorgänger Dieter Ströhmann eingeschlagenen Erfolgsweg weiter ausgebaut hat, wurde in zahlreichen Redebeiträgen gewürdigt, so von Bürgermeister Rüdiger Gennies, dem Dezernenten der Bezirksregierung, Rüdiger Schmidt, ihrem Stellvertreter Jörg Schmoock, der Schulpflegschaftsvorsitzenden Anja Theis, dem gesamten Leitungsteam und der Schülerschaft.

Angesichts zweier Musikbeiträge mit Titeln von Alanis Morissette („Hand in My Pocket“ und „Ironic“) aus dem Jahr 1995 konnte auch jeder ahnen, welche Art von Pop-Musik die polyglotte Chefin gerne mag. Wurzeln in der Schweiz und in Ungarn, Studien in Spanien und berufliche Erfahrungen in Peru und Bolivien – weit gereist ist Barbara Horvay und wird das auch jetzt wieder tun. Als Freundin der Literatur und der schönen Künste wird es ihr sicherlich nicht langweilig – auch wenn sie gerne noch ein bisschen unterrichtet hätte.

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