Reichshof fordert von Düsseldorf ein sofortiges Programm zur Sanierung der Landesstraßen

Erwartungsgemäß einstimmig hat der Reichshof-Rat die von der CDU vorgelegte Resolution an das Land zur sofortigen Modernisierung desolater Landesstraßen im Gemeindegebiet beschlossen (wir berichteten).
Gleichzeitig mit auf den Weg nach Düsseldorf geschickt wurde die Forderung nach einem mittelfristigen Ausbau der Radwegeverbindungen im Reichshof.

Die Gemeinde macht es dringend. Noch während der Sitzung ließ Bürgermeister Rüdiger Gennies die Fraktionsvorsitzenden den Text unterzeichnen, „damit das morgen gleich auf den Weg gebracht werden kann“. Für eine Flächengemeinde wie Reichshof sei ein intaktes Netz von Landesstraßen sehr wichtig, unterstrich Thomas Funke (CDU), leider setze die Landesregierung andere Prioritäten.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW lehne es mittlerweile sogar ab, einen Vertreter in die Ratssitzung zu schicken, um über die Lage zu reden – Begründung: Zeit- und Personalmangel. Deshalb solle die Landesregierung nicht nur ein sofortiges Sanierungsprogramm für den Reichshof auflegen, sondern den Landesbetrieb personell und finanziell so ausstatten, dass er es abarbeiten könne.

Christine Brach (Grüne) unterstützte zwar im Gemeinderat die Resolution namens ihrer Fraktion , melde aber Zweifel an deren Wirkung an, schließlich habe die neue Landesregierung dem Landesbetrieb die Hälfte des Personals gekürzt.

Für Ralf Oettershagen (SPD) wäre es schon ein Fortschritt, wenn der Landesbetrieb auf „sinnfreie Sanierungsmaßnahmen“ wie das Wegfräsen von Mittelmarkierungen verzichten und die Arbeiten nicht für beendet erklären würde, ohne eine neue Markierung aufgebracht zu haben.

Quelle: Oberbergische Volkszeitung vom 26.06.2018 (von Harald Knoop)

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