Mit Bestürzung und Trauer haben wir heute vom Tod unseres langjährigen Mitglieds Wilfried Hahn erfahren. Er war ein Zeitgenosse unserer Region, Träger des Bundesverdienstkreuzes und ein oberbergisches SPD-Urgestein mit Leidenschaft, vor dem wir – auch bei gelegentlich unterschiedlicher Meinung – eine große menschliche Hochachtung hatten.

Mit Wilfried Hahn verlieren wir einen leidenschaftlichen und engagierten Sozialdemokraten. Unser Beileid geht an die Hinterbliebenen, die gemeinsam mit der SPD einen streitbaren Charakterkopf verloren haben.

Wilfried Hahn, der unter anderem von 1969 bis 1975 dem Rat der Stadt Wiehl angehörte, zeigte Zeit seines Lebens im kommunalpolitischen Bereich großes Engagement. Seit 1964 war er Mitglied der SPD, von 1971 bis 1975 war er stellvertretender Unterbezirksvorsitzender der SPD-Oberberg. Ab 1975 engagiert er sich in verschiedenen Gremien des Oberbergischen Kreises. Von 1993 bis 2002 war er Mitglied des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Wiehl. Seit 1994 war er im Finanzausschuss und seit 1996 im Flüchtlingsausschuss des Presbyteriums aktiv. Von 1966 bis 1978 engagierte er sich im Gemeinnützigen Verein Dreisbach, der zum Ziel hat, die Dorfgemeinschaft zu erhalten und zu fördern und vor allem die Kinder und Jugendlichen mit einzubeziehen – von 1971 bis 1978 hatte er das Amt des Vorsitzenden inne. Er engagierte sich auch beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ und trug mit seinem historischen Wissen bei örtlichen Veranstaltungen Interessantes aus der „alten Zeit“ in Dreisbach bei. Von 1973 bis 1984 war er Hauptschöffe beim Amtsgericht Gummersbach. 2006 wurde ihm für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen. Bis zuletzt engagierte sich Wilfried Hahn neben vielen anderen Dingen in der Oberbergischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Wir sind schockiert und traurig, dass er so plötzlich von uns ging. Wilfried hat die SPD im Oberbergischen Kreis mit geprägt – wir werden diese Arbeit in seinem Gedenken fortsetzen. Jetzt aber heißt es innehalten. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

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